20. November 2011

Yungas II


Ende der Woche gings nochmal ins Gruene nach San Agostin, diesmal mit dem Grossteil der Leute aus meinem Projekt und den Familien der Kinder. Insgesamt war es ein sehr schoenes Wochenende und ich habe einige Leute noch naeher kennen gelernt, was mich sehr gefreut hat. Man verbringt einfach mehr Zeit miteinander, als wenn man nur zusammen arbeitet.
Und ja, diesmal ging ein Teil ueber die Todesstrasse (sorry Mama, ich habs auch erst im Nachhinein erfahren), auf dem Hinweg im riesen Bus und mit unuebertrieben einem Meter Sicht, der Rest war Nebel. Der "camino de la muerte" soll der gefaehrlichste der Welt sein, da die Strecke zum einen sehr schmal ist, es keine Leitplanken gibt und sehr weit in die Tiefe geht und zum anderen jederzeit Geroell von den Bergen proeckeln kann.  Der Nebel war auch nicht so vorteilhaft... Aber: ICH LEBE NOCH! Vielleicht liegt es daran, dass unser Busfahrer die ganze Fahrt lang Cocablaetter gegessen hat und dadurch total wach und aufmerksam war ;)
Total fertig haben wir uns dann zu sechst in ein Zimmer gequetscht und erstmal geschlafen (ich zumindest, die anderen hatten sich glaub noch so einiges zu erzaehlen). Morgens haben wir dann mit den Kindern gespielt, mittags war die groesste Attraktion natuerlich der Pool. Und die Tatsache, dass wir voluntarios schwimmen koennen. Nur Wenige hier lernen schwimmen, was ich schade bzw. schlimm finde. Natuerlich wollten ganz viele, sowohl Kinder als auch Arbeitskollegen, von uns Schwimmen lernen, aber wenn man etwas fuer uns Selbstverstaendliches erklaeren muss, ist das gar nicht mehr so einfach.  So schnell hat das dann auch keiner gelernt, aber wir haben fest vor, Anfang naechstes Jahr unseren Schwimmkurs anzufangen.
Fuer alle gekocht haben am ersten Tag die Muetter und am zweiten die Vaeter (was ich ne ziemlich coole Idee fand, die auch an den Herd zu stellen). Und ansonsten haben wir einfach die Sonne genossen. Danach hatte ich den schlimmsten Sonnenbrand meines Lebens.

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Da ich so nebenbei ziemlich ueber das Essen hier gemeckert hab, mach ich zum Schluss noch ne Liste mit Sachen, die hier echt lecker sind:
- Sopa de Maní (Erdnusssuppe), die hiermit zu meiner Lieblingssuppe gekuert wird
- Salteñas, mit Gemuese und Fleisch gefuellte Teigtaschen fuer zwischendurch
- Api, ein warmes Maisgetraenk
- Yuka, die Wurzel der Cocapflanze, die aehnlich wie ne Kartoffel schmeckt
- Multivitaminjoghurt, gibts sowas auch in Deutschland?
- die unglaubliche Vielfalt an Fruechten und die Tatsache, dass man die ueberall kaufen kann, auch als frisch gepressten Saft
- selbst gemachte Erdnussriegel
- Kartoffeln, klar, dass die ausm Herkunftsland besser schmecken
(hiervon ausgenommen sind fuer meinen Geschmack die tuntas...)

Fortsetzung folgt ;)


3 Kommentare:

  1. Cocablätter tragen bestimmt zur besseren Konzertration bei... Gaaaanz bestimmt :D
    Küsschen nach Bolivien, Elena

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  2. du darfst gerne mal bei wikipedia nachlesen. Ich zitiere "Verwendung [Bearbeiten]

    Das Kauen von Coca-Blättern ist in den Anden sowie im Tiefland des Gran Chaco seit Jahrhunderten verbreitet. Die Blätter werden als Genussmittel, als Nahrungsergänzungsmittel, für kultische und medizinische Zwecke genutzt. Sie helfen Hunger, Müdigkeit (!!!) und Kälte zu verdrängen und sind sehr wirksam gegen die Höhenkrankheit, da sie die Sauerstoffaufnahme verbessern."

    Kuesschen nach Langenau :*

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  3. ich les dein block, alter.
    dersch voll der hit.
    wenn ich könnte, würde ich ihn heiraten.

    Viva el blogue de mari posa!

    alex

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