Jetzt ist das erste Vierteljahr um. Ehrlich gesagt, bevor mein Projekt hier feststand, hatte ich keine Ahnung von Bolivien. Und da ich davon ausgehe, dass das mehreren so geht und es diesem vielfaeltigen Land eigentlich nicht gerecht wird, wird es Zeit fuer eine kleine Zusammenfassung, was es denn zu wissen gibt.
(Achtung, jetzt kommt erstmal trockenes Erdkunde-Gelaber): Bolivien ist ca. 3 mal so gross wie Deutschland, mit 10 Millionen Einwohnern.
(Achtung, jetzt kommt erstmal trockenes Erdkunde-Gelaber): Bolivien ist ca. 3 mal so gross wie Deutschland, mit 10 Millionen Einwohnern.
Seit 1825 ist Bolivien unabhaengig von Spanien, seinen Namen verdankt es dem Freiheitskaempfer Simón Bolívar. Von den 3000-4000 Meter hohen Anden, in denen ich den groessten Teil meines Jahres verbringe, sinkt das Land Richtung Osten bis auf Meereshoehe, was auch die unterschiedliche Vegetation erklaert. Meistgesprochene indigene Sprachen sind im ganzen Land Quechua und in meiner Umgebung Aymara.
Der Praesident ist Evo Morales, 2006 ins Amt getreten und erster indigener Praesident. Anfangs sehr gefeiert wird er zur Zeit etwas kritsch beaeugt. Von der Regierung war naemlich geplant, eine Autobahn durch Tipnis (Territorio Indígena y Parque Nacional Isiboro-Secure) zu bauen, das finden die Indigenen natuerlich nicht so cool. Im Oktober haben sie sich deshalb zusammengeschlossen, um gemeinsam durch halb Bolivien nach La Paz zu marschieren und Morales zur Rede zu stellen. Der ist erstmal nach Copacabana abgehauen, in den letzten Tagen ist aber die “Ley Corta” entstanden, in der vorerst vereinbart wurde, den Strassenbau zu stoppen. Ich, eigentlich ja mittendrin im Geschehen, hab davon aber auch nur durch die Nachrichten gehoert und die vielen Indígenas bis jetzt nicht selbst gesehen.
| Die chaotische Autopista |
| Sehr sinnvolle Idee... |
| Die Verursacher am "Eingang" von El Alto |

